wAS WILLST DU MIT DER WEBSITE ERREICHEN?

Im Moment versuche ich, Menschen zu finden, die so leben möchten und helfen, das Projekt zu realisieren. Als Aktivist, Multiplikator, Sponsor oder in einer anderen Funktion.

 

Gerne darf sich die Idee streuen. Für mich ist wichtig, dass sich an mindestens einem Ort eine kritische Masse akkumuliert, die dann zur Realisierung führt. Wo das sein wird, ist mir nicht besonders wichtig; ich bin räumlich flexibel.

 

IST DIE NACHBARSCHAFT EINE GEMEINSCHAFT? WENN JEDER IN SEINER EIGENEN WOHNUNG LEBT, KANN ICH MIR DAS NICHT SO RECHT VORSTELLEN.

"Gemeinschaft" ist im Sinne einer sogenannten intentionalen Gemeinschaft1 ist von mir nicht gemeint. Wenn aus meiner Initiative eine solche entsteht, die andere Menschen nicht ausgrenzt, habe ich kein Problem damit.

 

Meiner Erfahrung nach weckt allein das Wort "Gemeinschaft"

1. zu viele

2. bei jedem Menschen im Detail andere

Vorstellungen. Da werden schnell eigene Bedürftigkeiten an die „Gemeinschaft“ als Wunscherfüllerin delegiert. Das führt in vielen Fällen zu unnötigen Enttäuschungen.

 

Ergeben können sich Bewertungen ergeben, ob jemand sich "gemeinschaftlich 'genug'" verhält. Ein Konfliktfeld, das ich durch volle Selbstverantwortung jedes Einzelnen für sich und sein Handeln versuchen möchte, auszuklammern. Jeder ist für seine eigene Wohnung, Finanzen, Ressourcen, Infrastruktur etc. selbst verantwortlich. Einfluss auf die Nachbarschaft hat lediglich sein soziales Verhalten im Miteinander. Wer möchte, kann im Extremfall auch sehr zurückgezogen dort leben.

 

Deshalb vermeide ich das Wort "Gemeinschaft" ganz bewusst und sage nur noch „Nachbarschaft“, um die mögliche Freiheit, Distanz und Selbstverantwortlichkeit auszudrücken. Wer nicht mehr Teil des zärtlichen und/oder sonstigen Miteinanders sein möchte, braucht aber nicht weggehen, umziehen oder dgl., sondern kann einfach in seinem dann vertrauten Umfeld weiterleben, wenn er das möchte.

 

Wenn sich aus dem sich ergebenden Miteinander an persönlichen Kontakten und Initiativen für die Einen oder Anderen eine "Gemeinschaft" ergibt, in der sie sich wohl fühlen, um so besser. Wünschenswert wäre, dass Andere nicht ausgegrenzt werden; dennoch ist das nicht auszuschließen.

 

Nachbarschaft soll genug Raum bieten, dass jederR sich wohl fühlen kann: alleine wohnend, zu 2t, 3tt oder mehr, falls gewünscht und für die Beteiligten Interessenten machbar.

 

 

1Eine intentionale Gemeinschaft ist eine Gruppe von Menschen, die absichtlich zusammen leben, um über das gemeinsame Wohnen hinaus weitere ideelle (und auch materielle) Ziele gemeinsam zu verfolgen, sei es erforschend oder verwirklichend. Sie legen dabei Wert darauf, die Privatheit des Individuums ein Stück weit aufzugeben für die gemeinsame Gestaltung persönlicher Lebensaspekte. Dies kann geschehen insbesondere durch gemeinsam getroffene Entscheidungen, aber auch gemeinsam gestaltete Arbeitsbereiche, gemeinsame Ökonomie, gemeinsame Erziehung der Kinder u.v.m. (Eurotopia-Definitionen im Google Cache v. 27.1.17)

Welche Menschen könnten sich bei Euch wohl fühlen?

Das hängt sehr stark vom einzelnen Menschen ab.

 

Da wir uns im Miteinander dort, wo es stimmig ist, emotional innig und intim begegnen wollen, kann das natürlich Auswirkungen auch auf das körperliche Miteinander haben. Diejenigen Tantriker, polyamoren und anderen Menschen, die innige Gefühle, Sinnlichkeit und/oder Erotik nicht exklusiv mit einer einzigen Person teilen (möchten), werden sich eher wohlfühlen können als Menschen, die auf gegenseitiger Exklusivität im näheren Körperkontakt bestehen.

 

Was riskiere ich?

Schlimmstenfalls: dass Du Deine vertraute Umgebung verlässt, einen Umzug durchführst und bezahlst - und sich subjektiv dennoch nichts für Dich verändert oder Du Dich unglücklich fühlst, wieder in die alte Heimat zurückziehst oder sonstwo hin.

Deine Vorstellungen waren positiver, als Du die Wirklichkeit wahrnimmst. Ob das an Deinen Vorstellungen, oder Deiner Wahrnehmung liegt, wird sich vlt zeigen können.

Wenn Du vorher schon unglücklich warst, könnte es daran liegen, dass Du Dich und Dein Unglück mitgenommen hast.

Möglich, dass einzelne oder mehrere Nachbarn Dich "inkompatibel" wahrnehmen und sie Dir nicht begegnen wollen. Oder umgekehrt.

 

Du riskierst, dass Du klare und deutliche Rückmeldungen erhältst, von wem, warum Du wie wahrgenommen wirst. Das kann "positiv" ausfallen oder "negativ" - es ist immer "richtig", weil es uns allen etwas von uns zeigt, wie wir wahrnehmen, wie wir denken, interpretieren und bewerten, wie wir begegnen und uns weiter entwickeln können im Miteinander - wenn wir das wollen. Du riskierst, Deinen bisher unbekannten Verhaltensweisen und inneren Haltungen sowie den bisher verborgenen Seiten Deines Selbstbildes zu begegnen, wenn Du offen bist dafür.

 

Gut, wenn es dann Menschen unter den Nachbarn gibt, die Dich begleiten.

Gut möglich, dass Du völlig auf Dich zurückgeworfen bist, Dich alleine fühlst und niemanden zum Festhalten hast als Dich selbst.

 

Anders gesagt: Du riskierst, dass Du Erfahrungen machst, Dich entwickelst und veränderst auf eine Art, die sich nicht immer gut anfühlt für Dich. C'est la vie. 

Dahinter atmet innere Freiheit und persönlicher Frieden.  

 

ICH INTERESSIERE MICH FÜR DIE ZÄRTLICHE NACHBARSCHAFT. WAS MUSS ICH TUN, UND WIE GEHT ES WEITER?

 

Schritt 1: Bitte melde Dich für den Newsletter an, wenn Du auf dem Laufenden bleiben möchtest..

Wenn Du Fragen hast, schreibe mir bitte.

Im Newsletter unterrichte ich monatlich über den Stand der Dinge:

• wie viele Interessenten

• welchen Alters/gruppe

• welchen Geschlechts

• Anzahl Haushalte mit Kindern

• in welcher Region jetzt wohnend

 

Schritt 2: Vertrauensaufbau

Ich schätze, wir brauchen 50-100 Menschen, die sich am Wochenende persönlich an einem Ort treffen, wo es für möglichst viele machbar ist.

Wie lange es dauern wird, bis das möglich ist, vermag ich nicht zu sagen.

 

Bis dahin halten wir den Kontakt über den Newsletter, E-Mails, evtl. Telefonate. Bei Bedarf richt ich eine Google-Mailingliste ein. Da kann jemand was in eine Mail schreiben, und alle Mitglieder dieser können das gleichzeitig lesen und antworten. Die Mitglieder können sich auch untereinander austauschen, Besuche vereinbaren etc.

 

Wie ich mir das nach Schritt 2 alles genauer vorstelle, spielt an dieser Stelle keine Rolle. Wichtig ist, was wir danach gemeinsam wollen. Wichtig finde ich, welche Vorstellungen jeder von uns in den Schritt 3 mitbringt, und was wir gemeinsam daraus machen wollen. Und das auch: dass Du weißt, dass Du in Selbstverantwortung handelst. Du kannst nicht zu etwas gedrängt werden, was Du wirklich nicht willst.

 

 

Den weiteren Fortgang kann ich mir in etwa so vorstellen: 

 

 

 

Schritt 3: Gemeinsames Planen und Handeln

 

Ab da wird es schwieriger :-).

Die kritische Phase des Projekts, und die einzige, die wirklich intensive gemeinschaftliche Arbeit erfordert. In dieser Phase fände ich einen externen Berater hilfreich. Vlt. gibt es ein Dienstleistungsunternehmen, das diese Phase gestaltet.

 

Leichter wäre es, einen Mäzen zu haben, der uns ein Feriendorf am See neben Bushaltestelle und Supermarkt für kleines Geld zur Verfügung stellt und sagt: "Macht mal" und sich ansonsten unterstützend einbringt, statt 'reinzureden ;-))). So wird es eher nicht sein.

 

3.1.  Erster Workshop

- Welche Bedürfnisse haben wir? Auf welche können wir verzichten?

- Welche Ressourcen haben wir (Kontakte, Kapital und Kompetenzen) ?

An welchem Standort/ welchen Standorten werden sie erfüllt? 

Am Ende dieses Workshops steht die Bildung einer Arbeitsgruppe, die Verhandlungen mit dem Eigentümer der Immobilie(n) führt. 

 

 

3.2. Zweiter Workshop

Das Ergebnis der Arbeitsgruppe wird allen vorgestellt und ein Standort beschlossen. Bei genügender Teilnehmerzahl auch für mehr als einen Ort.  Wenn möglich, werden Verträge mit dem Eigentümer der Immobilie/n geschlossen. 

 

 

Schritt 4: Wir ziehen um

 

Aus all' dem ergibt sich, dass ich bislang der einzig Aktive in der Sache bin, wenn ich einmal die Bestellung einer Monatsinfo außen vor lasse.

 

Wie kann ich die Idee unterstützen?

 Für's Erste, indem Du 

- den Newsletter bestellst (sofern Du Dir vorstellen kannst, mitzumachen) und

- all' den Menschen davon erzählst, die Du Dir selbst als Nachbarn wünschst

- diese Website in Deinen Gruppen, Kreisen, Communities bekannt machst

- Dich im Forum einbringst (ab März 2017).

 

Wenn Du Deine Kompetenzen für die Sache einbringst, die mir fehlen, oder die stark verbesserungswürdig sind: Z.B. stehe ich auf Kriegsfuß mit Facebook, Twitter, Instagramm, Pinterest und all dem. Wenn Du die Außenkommunikation wenigstens auf Facebook und/oder Twitter selbstständig leisten könntest, wäre mir sehr geholfen. Dazu sollten wir uns persönlich kennenlernen und uns einig sein, dass wir die Idee gleichsinnig verstehen. 

 

Habe schon mehr als eine Einladung erhalten, die Idee auf Live-Events bekannt zu machen. Meine Stimme reicht maximal für ein 2er- oder 3er-Gespräch. Vorzugsweise mit Menschen, die selbst nicht viel/laut/durcheinander  reden.

Menschen, die gerne live und versiert vertreten, was sie überzeugt, sind herzlich willkommen.

 

Platz in Printmedien/Mailinglisten mit passenden "alternativen" Zielgruppen nehme ich gerne an.

 

Du kannst uns ein Grundstück, ein bewohnbares Feriendorf, ein Mehrfamilienhaus zum Freundschaftspreis zur Verfügung stellen? Na, DAS wär was! *:-)) - Her damit! *rotfl*

 

AN WELCHEM STANDORT SOLL DIE ZÄRTLICHE NACHBARSCHAFT ENTSTEHEN?

 Das steht noch nicht fest.

Theoretisch könnte die Nachbarschaft an mehreren Orten gleichzeitig oder nacheinander entstehen. Das hängt von der Entwicklung des Interesses, dem Kontakt der Interessenten untereinander und der Verbindlichkeit der Teilnehmer ab.

 

Ich kann nur allgemeine Standortbedingungen nennen, die das Projekt erst realisierbar machen bzw. begünstigen. 

1. Eine ausreichende Anzahl freier, preisgünstiger Wohnungen in einem relativ kleinen Gebiet. Oder eine hohe Fluktuation der Bewohner dort. Schließlich wollen wie die Wohnungen auch noch bezahlen können, wenn die Altersarmut uns erreichen sollte.

Machen wir uns nichts vor: das sind sogenannte "prekäre" Gebiete. Nach meiner Erfahrung ist ihr Ruf allerdings oft schlechter, als die Lebenswirklichkeit dort.

 

2. Barrierefreie Bauweise oder eine gesicherte Möglichkeit auf entsprechende bauliche Veränderungen. 

 

3. Einkaufsmöglichkeiten des täglichen Bedarfs (Supermarkt) und Anschluss an den ÖPNV auch für Gehbehinderte fußläufig erreichbar. 

 

4. Frei von extremen Umweltemissionen.

 

FÜR WEN IST DIE zärtliche NACHBARSCHAFT INTERESSANT?

Grundsätzlich für alle Menschen, die ihre Nachbarschaft so gestalten möchten, wie in der Idee skizziert, gleich welchen Alters, Familienstandes, Hautfarbe, Nationalität oder sexueller Orientierung sie sind. Wer berufstätig oder sozial an seine jetzige Umgebung zwingend gebunden ist, müsste entsprechende Interessenten vor Ort finden. Wenn ich dabei unterstützen kann, tue ich das gerne.

 

Das Projekt ist am ehesten realisierbar für Menschen,

- die Lust auf Veränderung haben und bereit sind, etwas zu riskieren und ihren Wohnort zu wechseln

- die aus beruflichen Gründen nicht ortsgebunden sind. Heimarbeiter, beruflich viel Reisende

- die nicht erwerbstätig sind oder aus dem Erwerbsleben aussteigen wollen

- die sich an ihrem aktuellen Wohnort nicht mehr zur vor-Ort-Präsenz verpflichtet fühlen

- die mit bescheidenen materiellen Verhältnissen zufrieden sein können (aber nicht unbedingt müssen)

 

GIBT ES ZUM KENNENLERNEN DIE MÖGLICHKEIT ZUM PROBEWOHNEN?

Probewohnen ist auf jeden Fall ein sinnvoller Schritt auf dem Weg zur Nachbarschaft; es wäre schön, wenn wenigstens die Starter, so es eine kleine Gruppe ist, eine nähere Verbindung zu einander haben.

 

Sie könnten z.B. einen Workshop mit einem Urlaub verbinden und Ferienhäuser in irgendwo für eine Zeit X mieten, um zu sehen, wie sie menschlich harmonieren und zusammen arbeiten können.  

 

Eine relativ wirklichkeitsnahe Simulation mit einer Wohnung für jeden wird vlt. in einem Hotel machbar sein.